„Spaß mit der Kunst“ für alle, die nur wollen, verspricht das neue Programm von kontiki, der Kunstschule für Kinder und Jugendliche – und für Eltern: Während die Kinder einen kontiki-Kurs besuchen, können die Eltern sich gleichzeitig „in Malerei, Bildhauerei und Druckkunst“ (Programmheft) erproben.

Doch kontiki ist weit mehr als eine Einrichtung für Jugendliche mit wöchentlichen Kunstkursen. Erstmals ist in diesem Jahr das Projekt „Unterwegs! – Reise zur Kunst“ im Programm, in dem „bewusst sehr offen gehaltene Gruppen einfache Methoden des Zeichnens und Malens sowie der Holz- und Tonbearbeitung kennenlernen“, sagt Mirtan Teichmüller, der Leiter von kontiki.

Gefördert wird das für die Teilnehmer kostenlose Projekt vom Bund im Rahmen von „Kultur macht stark“. Da man für die Förderung grundsätzlich zwei Kooperationspartner benötigt, hat kontiki den Mädchen- und Frauenladen „sie’ste“ und die Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule (ASG) mit ins Boot geholt.

Ihrem Konzept entsprechend kommt von „sie’ste“ eine reine Mädchengruppe („Mädchen brauchen einen geschützten Raum“, sagt Sigrid Räkel-Rehner von „sie’ste“), die ASG nimmt mit einer Vorbereitungsklasse (VKL) teil. Das sind Schüler verschiedener Altersstufen, die erst (sprachlich) auf den regulären Unterricht vorbereitet werden, teilt Christoph Schmid, Konrektor an der ASG, mit. Darunter kann auch mal ein Jugendlicher sein, der noch nie eine Schule besucht hat.

Soziokulturelles Projekt

Um die Schwellenangst zu mindern, führt die ASG vor den Projektstunden bei kontiki jeweils eine reguläre Unterrichtsstunde durch. Damit wurde im besten Sinne ein lokales soziokulturelles Projekt ins Leben gerufen, das sehr praktisch etwa das Thema „Migration und Eingliederung“ angeht.

Da das Projekt „Unterwegs! – Reise zur Kunst“ erstmals durchgeführt wird, es sozusagen „erst das Laufen lernt“, wie Teichmüller sagt, sind alle Beteiligten auf dessen Verlauf gespannt, ohne dabei das gesamte, umfangreiche Angebot von kontiki aus den Augen zu verlieren. So läuft unter den „Kreativ-Kursen“ verschiedenster Art unter dem Thema „International colours“ ein „artistic workshop“ für Englisch sprechende Kinder, ein „Kinder-Eltern-Groß­eltern-Kurs“ in der österlichen oder sommerlichen Tonwerkstatt und ein Kurs mit Action-Painting.

Info Am Sonntag ist bei kontiki im Stadtregal Familientag und Tag der offenen Tür (15–18 Uhr). Das kontiki-Programmheft liegt öffentlich aus oder ist abrufbar unter www.kontiki-ulm.de

 

Quelle: SWP vom 20.02.2019, Originalartikel unter:

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/kontiki-geht-auf-eine-reise-zur-kunst-30038816.html