Sprachförderung

Da die Beherrschung der deutschen Sprache Grundlage des schulischen Erfolges sowie das Fundament zur Integration bildet, schließt die Vermittlung der deutschen Sprache alle am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten ein. Diese erfordert differenzierende Maßnahmen unter der Berücksichtigung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder und Jugendlichen in ihrer aktuellen Lebens- und Lernwirklichkeit.

Die Adalbert-Stifter-Schule betrachtet daher Deutsch als durchgängiges Unterrichtsprinzip in allen Fächern, welches von allen Lehrkräften der Schule umgesetzt wird. So wird Deutsch als Zweitsprache auch berücksichtigt

  1. in den Vorlesezeiten der GWRS
  2. in den Erzählkreisen der GS
  3. mittels des künftigen Einsatzes von (älteren) SchülerInnen als Sprachpaten in der GS
  4. mittels Sprach- und Lernhilfe für SchülerInnen mit Sprachförderbedarf in Form von Hausaufgabenbetreuung durch Ehrenamtliche des Arbeitskreises Ausländische Kinder e.V. Ulm.

Um die oben erwähnten differenzierenden Maßnahmen anzuwenden und damit allen SchülerInnen möglichst gerecht zu werden, geht die Sprachförderung an der Adalbert-Stifter-GWRS zudem wie folgt von statten:

  1. Im muttersprachlichen Unterricht der jeweiligen Herkunftssprache, der parallel zum Religionsunterricht bzw. im Tandem und zum Teil nachmittags stattfindet. Diesen besuchen Kinder und Jugendliche mit türkischem und italienischem Migrationshintergrund.
  2. In den drei klassischen Vorbereitungsklassen, wovon zwei der Sekundarstufe und eine der Primarstufe angehören. Diese richten sich an Kinder und Jugendliche aus dem Ausland, die keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse haben.
  3. In der integrierten Vorbereitungsklasse, die im Schuljahr 2013/14 neu eingerichtet wurde und von SchülerInnen mit diagnostiziertem Sprachförderbedarf aus den Klassen 4 bis 9 der GWRS besucht wird.

Durch die Einrichtung der integrierten Vorbereitungsklasse können SchülerInnen mit Sprachförderbedarf aus den Klassen 4 bis 9 parallel und zusätzlich nachmittags gefördert werden. Dazu werden pro Klassenstufe acht SchülerInnen mit nichtdeutscher Herkunftssprache, deren Deutschkenntnisse weiterentwickelt werden müssen, ausgewählt. Die Auswahl erfolgt mittels einer von der/ dem jeweiligen KlassenlehrerIn durchgeführten Sprachstandserhebung. Die so diagnostizierten SchülerInnen erhalten pro Klassenstufe jeweils 4 Wochenstunden Sprachförderunterricht, der der Erweiterung und Festigung der deutschen Sprache und des Fachwortschatzes dient. Die sprachlichen Fortschritte der SchülerInnen werden regelmäßig evaluiert und dokumentiert.

Des Weiteren werden ab dem Schuljahr 2013/14 generell Informationen zu allen neu an die Schule kommenden SchülerInnen in einem Aufnahmebogen, der unter anderem die Muttersprache ermittelt und im jeweiligen Klassenordner zugänglich ist, erfasst. Dies ermöglicht einen besseren und schnelleren Informationsfluss, der auch den SchülerInnen zu Gute kommt.