Übergang Kindergarten – Grundschule

Vom „kinderwelt entdecker“ zum Schulkind:
Der Blick auf eine durchgängige Bildungsbiografie des Kindes macht ein enges Zusammenarbeiten zwischen Kindertageseinrichtung und Schule im letzten Jahr vor der Einschulung unverzichtbar.

Die Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule hat – in Absprache mit den anderen Grundschulen am Eselsberg – die Kooperation für drei Einrichtungen übernommen. Der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule liegt ein verbindlicher Kooperationsplan zu Grunde, der von den pädagogischen Fachkräften aus den jeweiligen Einrichtungen und den Kooperationslehrkräften erstellt wird und die gemeinsame Arbeit festlegt.

Bereits mit Beginn des Schuljahres 2006/07 startete an der Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule das Modellprojekt „Schulreifes Kind“ (kurz SRK). Zusätzlich zur Kooperation wird für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Rahmen des Projekts die Zeit vor der Einschulung gezielt genutzt. Die Förderung erfolgt individuell in Kleingruppen mit maximal drei Kindern. Die Durchführung der Individualförderung findet noch im Jugendhaus (später dann im Bildungshaus) statt; die Kinder kommen z.T. aus Einrichtungen, die nicht an der Kooperation mit der ASG teilnehmen.
Zu den Kooperationsstunden besuchen die Kinder aus den Kindertagesstätten bzw. Kindergärten regelmäßig die Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule und nehmen aktiv am Anfangsunterricht der Klassen 1 und 2 teil. Der Unterricht wird in Form von Lernwerkstätten angeboten und entsprechend differenziert gestaltet. Die Inhalte entsprechen dem Bildungsplan der jeweiligen Klasse. An einer Lernwerkstatt nehmen ca. 12 Schulkinder aus einer Klasse und max. acht Kindergartenkinder aus einer Einrichtung teil. Die Kindergartenkinder kommen mit ihrer Gruppe und in Begleitung ihrer Erzieherinnen. Eine Teilnahme der Kinder aus dem SRK-Projekt an den Lernwerkstätten ist zusätzlich möglich, auch wenn die Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule die Kooperation nicht übernommen hat. Dies läuft dann in Absprache mit der jeweiligen Einrichtung und mit den Eltern, die den Transport der Kinder selbst organisieren müssen.
Die Inhalte der Lernwerkstätten sind dem Fächerverbund MeNuK und den Fächern Deutsch und Mathematik zuzuordnen. Die Vorbereitung und Durch­führung der Lernwerkstatt übernimmt z. Zt. noch die Lehrkraft.

Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 sind die räumlichen Voraussetzungen zur Umsetzung des Konzepts „Bildungshaus“ geschaffen. Dabei geht es in der Vision um eine regelmäßige Form der Zusammenarbeit aller Eingangsklassen 1/2 der Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule und aller beteiligten Kindergartenkinder (auch Kinder aus Kooperations-Einrichtungen und aus dem SRK-Projekt).

Die Kinder verbringen Lernzeiten in altersgemischten und institutionsübergrei­fenden Gruppen (im Weiteren wieder Lernwerkstätten genannt). Der Orientierungsplan für die Kindergärten und der Bildungsplan der Primarstufe sind aufeinander abgestimmt. Sie bilden die Basis für die Arbeit im Bildungshaus. Regelmäßige Team-Sitzungen der Fachkräfte aus Kindergarten und Primarstufe zur Planung der Angebote und zur Auswertung der Lernprozesse einzelner Kinder sind unverzichtbar und werden fest im Stundenkontingent beider Einrichtungen verankert. Die Durchführung der individuellen Lernzeiten kann sowohl im Team als auch von der jeweiligen Fachkraft allein durchgeführt werden. Um das Lernen und die Lernwege für das Kind (und natürlich auch für alle am Lernprozess des Kindes beteiligten Personen) deutlich zu machen, wird das im Kindergarten begonnene Dokumentationssystem (Portfolio) mit geeigneten Beiträgen ergänzt.